Afghanistan-Abzug: Was passiert mit den Helfern?

Afghanistan-Abzug: Was passiert mit den Helfern?

Britischer Soldat und afghanischer Übersetzer bei einem Aufstand in Kabul im Sommer 2007 (Bild: REUTERS / Desmond Boylan)

Ab dem 1. Mai müssen die NATO-Truppen mit dem Abzug aus Afghanistan beginnen. Aber was bedeutet diese Entscheidung für die Tausenden von Helfern, die im Laufe der Jahre ihr Leben riskiert haben?

Es war ein Projekt, das US-Präsident Joe Biden lange vor seiner Amtszeit hatte. Er will US-Truppen aus Afghanistan zurückbringen. Und als er im Weißen Haus ankommt, erfüllt er diesen Wunsch schnell. So schnell, dass neben den erstaunten NATO-Partnern auch die afghanische Bevölkerung von der Entscheidung überrascht war. Der Rückzug bedeutet auch, dass nach fast zwanzig Jahren Krieg große Teile des Landes der Taliban-Herrschaft überlassen bleiben. Dies könnte fatale Folgen für jeden Afghanen haben, der mit ausländischen Truppen zusammenarbeitet. Die Erlösung besteht darin, diese Helfer beim Verlassen mitzunehmen und ihnen die Einbürgerung zu ermöglichen.

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Aber die Hilfe für die Helfer steht oft vor hohen Hürden für den Rettungszug. Mehrere Fälle des britischen Militärs zeigen, wie kleine Ansprüche ausreichen können, um ein Todesurteil für Adjutanten zu verhängen. Die BBC berichtet, dass vielen afghanischen Übersetzern die Einreise verweigert wurde, weil sie aus der Armee ausgeschlossen wurden. This may interest you : Bei Netflix verschwinden bald 38 Filme und Serien – darunter Horror für Stranger Things-Fans und Tom Hardy-Thriller. Mehr als 1.000 Übersetzer wurden aus teilweise trivialen Gründen wie dem Rauchen in Gebäuden entlassen und verloren automatisch ihr Recht, nach Großbritannien zu ziehen. Anfragen werden teilweise abgelehnt, obwohl die Ex-Übersetzer bereits Morddrohungen erhalten haben.

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Einige vermuten, dass dahinter ein System steckt, wie der pensionierte britische Oberst Simon Diggins, der in seinem Ruhestand für afghanische Übersetzer gearbeitet hat. Diggings forderte die BBC auf, alle Fälle eingehend zu prüfen, und betonte: „Viele Menschen wurden aus sehr trivialen oder administrativen Gründen entlassen.“ Das britische Verteidigungsministerium bestreitet dies vehement. Von den insgesamt 2.850 Übersetzern und Mitarbeitern des britischen Militärs konnten bisher 1.358 nach Großbritannien umziehen.

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Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) will es den Adjutanten der Bundeswehr besser machen und hat angekündigt, sie „vereinfacht und schnell“ nach Deutschland zu bringen. Die dpa sagte Kramp-Karrenbauer: „Wir sprechen von Menschen, die in einigen Fällen jahrelang auf unserer Seite gearbeitet haben, ihre eigene Sicherheit gefährden, die auch gekämpft und ihren eigenen Beitrag geleistet haben. Read also : Netflix, Amazon Prime, Disney+ – Hier kann man die Oscar-Filme sehen.“ Sie hält es für „eine tiefe Pflicht der Bundesrepublik Deutschland, diese Menschen nicht hilflos zu lassen, nachdem wir das Land endgültig verlassen haben“.

Soldaten der Bundeswehr kommunizieren 2010 mit Hilfe eines Übersetzers mit Bewohnern von Faizabad (Bild: Miguel Villagran / Getty Images)

Aber bevor man ein geeignetes Verfahren finden muss, muss man die sogenannte Risikosituation bestimmen und auch prüfen, wer seine Familie mitbringen darf. Zu diesem Zweck soll in Kabul ein Büro des Innenministeriums und in Mazar-i-Sharif eine zweite Kontaktstelle eingerichtet werden. Bis zu zwei Jahre nach ihrem Dienst bei der Bundeswehr konnten sich die Helfer dort noch melden, um zu beweisen, dass sie in Gefahr waren. Das klingt nicht so einfach und bürokratisch und die Zeit spielt gegen die Helfer.

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Als Biden fest beschloss, den endgültigen Abzug von rund 10.000 US-Truppen am 11. September, dem 20. Jahrestag der Angriffe auf die Twin Towers in New York City, die die Militäroperation in Afghanistan auslösten, zu beenden. Die 1.100 deutschen Soldaten werden voraussichtlich Mitte August das Land verlassen. Seitdem sind die Adjutanten unter der Herrschaft der Taliban praktisch schutzlos.

Video: Bundeswehr erwägt früheren Rückzug aus Afghanistan

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