Auf den Spuren des Walds der Zukunft

Auf den Spuren des Walds der Zukunft

Waldgebiet mit toten Fichten an den Hängen des Brocken. Der Borkenkäfer wird von den Nadelbäumen mit grünen Nadelbäumen dazwischen überfüllt.

Auf Wunsch einiger Waldwissenschaftler werden bald Bäume wie libanesische Zeder neben Buche und Fichte stehen. Weil Dürre und Schädlinge den deutschen Wäldern Probleme bereiten.

Eberswalde / Göttingen (dpa) – Die jüngsten Dürreperioden bereiten den deutschen Wäldern Probleme: Der Borkenkäfer legt den Borkenkäfer vielerorts ab.

Und Buche, die lange Zeit als widerstandsfähig genug galt, kommt mit Dürre und Hitze nicht gut zurecht. Am Tag der Niederlassung am kommenden Sonntag (25. April) wird auch die Frage nach dem Wald der Zukunft erörtert.

Das Nordwestdeutsche Waldforschungsinstitut in Göttingen sieht eine Lösung in einem artenreichen Wald. Leiter Thomas Böckmann spricht über klimamisch gemischte Mischwälder. Baumarten, die viel Wasser benötigen, werden es in Zukunft schwer haben. „Es wird einen Wald geben, aber man kann die genauen Auswirkungen des Klimawandels nicht vorhersagen“, sagt Böckmann.

Seit 1984 analysieren Forscher die Nadeln und Blätter im Bericht über den Zustand des Waldes mit zufälligen Untersuchungen. Die Ergebnisse des vergangenen Jahres gehören zu den schlechtesten seit Beginn der Umfragen. In den Jahren 2019 und 2020 war die Sterblichkeitsrate von Bäumen im Vergleich zu den Vorjahren „signifikant höher“.

Zahlreiche Monokulturen, die nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden sind, bevorzugen Sturmschäden, Schädlinge und nährstoffarme Böden. Dem Bericht zufolge ist der Anteil der deutlichen Kronenentleerung in Fichten von 36 auf 44 Prozent gestiegen.

Sauerland und Harz haben große Brachflächen, da der Borkenkäfer mit Fichten bewachsen war. Tatsächlich ertranken viele dieser Eindringlinge im Harz des Baumes. Aufgrund des Wassermangels sinkt jedoch der Druck des Harzes und der Schutz versagt. „Fichte kann sich nicht mehr verteidigen“, sagt Andreas Bolte, Leiter des Thünen-Instituts für Waldökosysteme in Eberswalde. Die meisten Förster haben die Fichte aufgegeben. „Ich gehe davon aus, dass die Fichte aus den unteren und unteren Gebirgszügen verschwindet“, sagt Bolte.

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Laut Bolte sind die Wasserressourcen von entscheidender Bedeutung, da sich die Vorräte durch jahrelange Dürre nicht wieder auffüllen konnten. Pierre Ibisch, Professor für Naturschutz an der Universität für nachhaltige Entwicklung in Eberswalde, fordert eine genauere Betrachtung der Böden. Es gibt Probleme mit den Schnittflächen, die derzeit erstellt werden, da der fehlende Schutz der Bäume zu einer noch stärkeren Erwärmung führen kann, was das Züchten neuer Bäume erschwert. Außerdem beschädigten große Erntemaschinen den Boden.

Ibisch rät davon ab, das Fichtenholz nicht direkt aus dem Wald zu entfernen und für wenig Geld zu verkaufen. Es ist am besten, das tote Holz zu Humus werden zu lassen. Dies schützt die Erde vor der Sonne und hält sie stabil. Er argumentiert oft, dass wenig über den Zustand des Bodens diskutiert wird: „Wälder sind nicht nur Bäume, sondern viele kleine und große Organismen.“

Bis vor kurzem galt Buche als resistent gegen den Klimawandel. Sie hat jetzt Hitzeschaden. Der Tübinger Stadtförster Thomas Englisch merkt an, wie die Buchenkronen durch die Dürre kahl werden. Ihm zufolge trocknen sie von oben. Blätter fielen, die Rinde explodierte, der Baum starb. Englisch sagt, er habe solche Schäden erst vor vier Jahren gesehen.

Es ist kaum vorstellbar, dass die libanesische Zeder bald neben Buchen stehen wird. Forstfachleute untersuchen jedoch die Verwendung dieser und anderer hitzebeständiger Baumarten. Für Ibisch sind Prognosen schwierig, da der Klimawandel nicht linear ist, sondern sich beschleunigt. „Kalifornien wird in 20 Jahren kein Klima mehr haben. Stattdessen wird es eine völlig neue Art von Klima geben, das sich noch lange ändern wird. „Waldökosysteme sollten so unterstützt werden, dass sie Veränderungen so lange wie möglich standhalten. Unsere Aufgabe ist es nun, unsere Landschaft so kühl wie möglich zu halten.“

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Andreas Bolte vom Thünen-Institut empfiehlt einen genaueren Blick auf wärmende Arten wie Pflaumen- und Bucheiche aus Südfrankreich. „Insgesamt wird es eine größere Vielfalt an Baumarten geben.“ Suchen Sie nicht nach einem „Superbaum“, sagt er, aber Sie sollten den Wald auch nicht alleine lassen. „Wir treten in ein neues Zeitalter des Experimentierens ein.“

Der Deutsche Waldverband setzt sich für Mischwälder ein. Geschäftsführerin Lena Schröcker betrachtet exotische Erhöhungen als Ausnahmen. „Ich gehe davon aus, dass fremde Baumarten kommen werden, aber sie werden als Ergänzungen bleiben.“ Sie empfiehlt, Bäume aus wärmeren Regionen Deutschlands in kältere Gebiete zu verlegen.

Wie sehen junge Förster den Wald der Zukunft? Die Waldstudenten Felix Sahlmann und Jan Hüsing leiten das Projekt „Forest Assurance“ – damit wollen sie die Begeisterung des Waldes wecken. Sie fordern, dass verschiedene Baumarten in verschiedenen Altersgruppen gepflanzt werden. So reduzieren Sie das Schadensrisiko, sagen die jungen Förster. „Aber wir wissen nicht genau, wie die Zukunft aussehen wird“, sagt Hüsing.

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