Bayern: Ärzte dürfen Astrazeneca altersunabhängig spritzen

Bayern: Ärzte dürfen Astrazeneca altersunabhängig spritzen

„Ärzte kennen ihre Patienten gut“, sagte der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) über die Entscheidung, Astrazeneca für alle Altersgruppen zu öffnen.

Nach Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern erhöht der FC Bayern auch die Impfpriorität für das Astrazeneca-Präparat. In der Arztpraxis kann der Impfstoff auch Personen unter 60 Jahren verabreicht werden.

München (dpa) – Bayern hat den Impfstoff Astrazeneca auch in der medizinischen Praxis für alle Altersgruppen freigegeben.

Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) kündigte in München an: „Die Priorität von Astrazeneca wurde mit sofortiger Wirkung aufgehoben. Der Impfstoff kann auch Personen unter 60 Jahren in Arztpraxen angeboten werden.“ Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen hatten bereits im Voraus die gleiche Entscheidung getroffen.

Der Minister fuhr fort: „Ärzte kennen ihre Patienten gut und wissen, wer unter den unter 60-Jährigen angesichts der Anforderungen der Ständigen Impfkommission eine Impfung mit diesem Wirkstoff anbieten kann – und geben hierzu umfassende Ratschläge.“ Dieses besondere Vertrauensverhältnis sollte genutzt werden, „weil jede Impfstoffdosis so schnell wie möglich geimpft werden muss“, betonte Holetschek.

Aufgrund des sehr seltenen Auftretens von Blutgerinnseln (Thrombose) wird der Astrazeneca-Impfstoff in Deutschland seit dem 31. März in der Regel nur bei Menschen über 60 Jahren angewendet. Kinder unter 60 Jahren können weiterhin „nach Ermessen des Arztes und mit einer individuellen Risikoanalyse nach sorgfältiger Erklärung“ damit geimpft werden.

Vor Bayern kündigte Mecklenburg-Vorpommern am Mittwoch an, die Impfprioritäten für den Wirkstoff Astrazeneca anzuheben. Ab sofort können dort alle Altersgruppen mit dem Impfstoff geimpft werden. Für Personen unter 60 Jahren ist jedoch ein detaillierter Rat des Impfarztes vor der Injektion erforderlich, wie vom Gesundheitsministerium in Schwerin angekündigt.

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Dies bedeutet, dass Astrazeneca unabhängig von Alter oder Reihenfolge der Impfungen in Impfzentren, von mobilen Teams oder in der medizinischen Praxis verabreicht werden kann. „Auf diese Weise haben Allgemeinmediziner auch die Möglichkeit, den Impfstoff einem breiteren Spektrum von Patienten zur Verfügung zu stellen“, sagte Minister Harry Glawe (CDU) laut einer Erklärung.

Die Veröffentlichung ist ein Angebot, dass diejenigen, die wenig oder keine Vorbehalte gegen den Impfstoff haben, die Möglichkeit nutzen können, sich gegen Coronavirus impfen zu lassen. Ziel ist es sicherzustellen, dass kein Impfstoff mehr vorhanden ist und wir die Bevölkerung weiterhin impfen “, betonte Glawe.

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