Gewalt gegen Frauen: Proteste nach Mord an Kuwaiterin

Gewalt gegen Frauen: Proteste nach Mord an Kuwaiterin

Demonstranten in Kuwait fordern ein Ende der Gewalt gegen Frauen. (Bild: REUTERS / Stephanie McGehee)

Der Mord an einer kuwaitischen Frau durch einen männlichen Verfolger hat die Debatte über Memizide im Emirat ausgelöst. Die Forderungen nach einem besseren Schutz der Frauen werden immer lauter.

Die Familie hatte die Organisationen im Voraus informiert, weil sie befürchteten, in Gefahr zu sein. Die zuständigen kuwaitischen Behörden blieben jedoch untätig und verhinderten den Mord an Farah Akbar nicht. Ein Video ihrer trauernden Schwester Dana ist jetzt viral geworden und hat im ganzen Land Ärger verursacht. Das Video zeigt Dana Akbar, die die Behörden beschuldigt: „Wir haben dir gesagt, er würde sie töten. Und er hat meine Schwester ermordet. Wo ist die Regierung?“

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Wie von der BBC berichtet, wurde Farah Hamza Akbar aus ihrem Auto entführt. Ihr kleines Mädchen und Ihre Nichte waren ebenfalls im Fahrzeug, wie vom Innenministerium bestätigt. Nach dem Verbrechen ließ der Entführer die junge Frau vor einem Krankenhaus zurück, wo sie an ihren Verletzungen starb. Die Familie sagte, sie kenne den Mann nicht, kontaktiere aber die Behörden, weil er Farah verfolgt und belästigt habe. Laut Al Jazeera hatte ihre Familie seine spontanen Heiratsanträge abgelehnt und gemeldet. Die Belästigungsbeschwerden hatten jedoch nur geringe Auswirkungen auf den Mann. Er wurde sofort befragt und gegen Kaution freigelassen.

„Ich werde nicht still sein“

"Ich werde nicht still sein"

Kurz darauf tötete er Farah. Er wurde einige Stunden nach dem Verbrechen festgenommen und gab zu, das Opfer mehrmals mit einem Messer in die Brust gestochen zu haben. Er wurde wegen Mordes angeklagt, der in Kuwait bei einer Verurteilung zum Tod führen kann. Die rasche Verhaftung hat uns jedoch nicht beruhigt, da dies keineswegs ein Einzelfall ist. To see also : Bundesliga-Rückschau: Der Fall Reus‘. Unter dem arabischen Hashtag „Ich werde nicht schweigen“ fordern Familien seit langem Gerechtigkeit für ihre ermordeten Verwandten. Dana hat auch Fotos ihrer Schwester unter dem Hashtag #Lan_Asket gepostet. Er schrieb: „Ich werde nicht ruhig oder still sein, bis diejenigen, die meine Schwester getötet haben, hingerichtet werden.“

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Nach dem Massaker strömten Demonstranten zum Irada-Platz im Herzen der Hauptstadt. Der Platz ist zu einem Symbol für den Kampf gegen Gewalt gegen Frauen geworden. Ein weiteres Opfer von Gewalt, Fatima al-Ajami, hatte dort als Vormund gearbeitet, bevor sie im Dezember von ihrem Bruder ermordet wurde.

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Milde Strafen für Täter

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Die Zahl der ermordeten Frauen hatte wiederholt zu Gesetzesänderungen geführt. Unzählige Frauen berichteten unter dem Hashtag über Belästigungen und Bedrohungen in ihrem täglichen Leben. On the same subject : Marvels Secret Invasion: Emilia Clarke in Disney Plus-Serie dabei. Im September letzten Jahres wurde mindestens ein Gesetz gegen häusliche Gewalt verabschiedet, das als Schritt in die richtige Richtung angesehen wurde. Dies beinhaltet die Einrichtung von Frauenhäusern sowie die Erteilung von Anordnungen und Kontaktverboten gegen Täter.

Aufgrund der besonderen rechtlichen Situation in Kuwait entkommen männliche Täter bisher auch nach dem Mord an Frauen häufig mit relativ leichten Strafen. Darüber hinaus stoßen Frauen häufig auf Unwissenheit und Ablehnung durch die Behörden, wenn sie die Verbrechen melden möchten. Dies gilt insbesondere für marginalisierte Gruppen wie staatenlose Kreuzfahrer oder ausländische Haushaltshilfen, die vom Staat noch weniger geschützt sind.

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