Maas will Sommerurlaub in der Türkei ermöglichen

Maas will Sommerurlaub in der Türkei ermöglichen

Außenminister Heiko Maas begrüßt seinen türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu (l) Berlin.

Letztes Jahr gab es in der Türkei ein spezielles Gesetz für Sommerferien. Außenminister Maas hat seinem türkischen Amtskollegen Cavusoglu die Aussicht gegeben, dies auch in diesem Sommer zu tun.

Berlin / Istanbul (dpa) – Außenminister Heiko Maas möchte mit der Türkei an Vorschriften arbeiten, damit deutsche Touristen sicherere Ferien in beliebten Ferienorten genießen können.

„Wir wollen im Sommer so viele Feiertage wie möglich, wie es Sinn macht“, sagte der SPD-Politiker am Donnerstag nach Gesprächen mit seinem türkischen Amtskollegen Mevlüt Cavusoglu in Berlin. „Wir werden dies weiterhin auf der Grundlage dessen angehen, was wir im letzten Jahr ausführlich besprochen und meiner Ansicht nach mit großem Erfolg umgesetzt haben. Trotz der hohen Anzahl von Koronainfektionen hat der türkische Minister nachdrücklich Ferien in der Türkei empfohlen.

Die Bundesregierung hat ihr Reiseverbot aufgrund der Korona-Epidemie für beliebte türkische Urlaubsziele im Mittelmeer im August letzten Jahres nach langem Druck der türkischen Regierung zurückgezogen. Im Mittelpunkt stand dabei ein besonderes Konzept von Tourismus und Sauberkeit. Mitte November traten jedoch Reisewarnungen für die gesamte Türkei in Kraft, da die Unternehmensregierung nicht mehr offen Infektionsstatistiken ausgesetzt war.

Die türkische Mittelmeerküste ist ein bekanntes Urlaubsziel für Deutsche außerhalb Europas. Der Tourismussektor ist für die türkische Wirtschaft sehr wichtig. Er wurde von der Pest schwer geschlagen. Nach offiziellen Angaben kamen im vergangenen Jahr rund 70 Prozent der Neuankömmlinge ins Land als 2019. Nach offiziellen Angaben besuchten rund 1,1 Millionen Deutsche die Türkei – damit waren sie im vergangenen Jahr die dritte Touristengruppe. Bei seinem Besuch in Berlin wollte Cavusoglu auch mit dem Staatstourismuskommissar Thomas Bareiß zusammentreffen.

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Der türkische Minister sagte, jeder Schritt sei unternommen worden, „damit unsere Freunde ihre Ferien sicher verbringen können“. Zum Beispiel werden Tourismusarbeiter vorrangig geimpft. Wie im vergangenen Jahr wurden Hotels in das Zertifizierungsprogramm für sicheren Tourismus aufgenommen. Dies wurde um kleinere Dienste erweitert, die regelmäßig überprüft werden.

Die Türkei mit rund 84 Millionen Einwohnern kämpft seit Wochen gegen hohe Krönungszahlen. Die landesweite Sperrung ist seit letzter Woche in Kraft und wird voraussichtlich am 17. Mai enden. Touristen haben keine Einschränkungen. In den Touristenprovinzen Antalya, Mugla und Izmir betrug die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche etwa 200 Fälle. In der Stadt Istanbul, die auch Touristen bekannt ist, ist die Qualität der Veranstaltung sehr gering, aber immer noch in der Top 530 Positionen pro 100.000 Einwohner.

Die Unternehmensregierung hat die Türkei daher als hochkarätiges Reiseziel ausgewiesen. Dies bedeutet eine obligatorische Prüfung vor Ihrer Einreise nach Deutschland und ist für zehn Tage vorgesehen, in denen Sie sich nach nur fünf Tagen selbst testen können.

Maas hielt das Gespräch mit Cavusoglu insgesamt für „konstruktiv“. Bei einem Treffen in Berlin bilden die beiden Minister ein neues Kapitel in den Beziehungen zwischen der Europäischen Union und der Türkei, das Maas im Januar angekündigt hat.

Im vergangenen Jahr wurden die Beziehungen zwischen Ankara und Brüssel durch einen Gasstreit mit dem EU-Mitglied Griechenland stark belastet. Der Konflikt hätte sich beim Militär fast sofort verschärft. Nach der Verhängung von Sanktionen aus der EU hat die Türkei die Suche nach Erdgas in Seestreitigkeiten eingestellt. Der Konflikt wurde jedoch bisher nicht gelöst. Maas fordert die Türkei auf, mit den EU-Mitgliedern Griechenland und Zypern eine Lösung zu finden.

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Cavusoglu besteht auch auf wachsenden wirtschaftlichen Beziehungen. Die Verhandlungen zur Steigerung der Preisbewegung müssten nun „ausnahmslos“ angegangen werden, sagte er. Ende März beschloss die EU, mit den Vorbereitungen für einen Urlaub im östlichen Mittelmeerraum zu beginnen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Ratsvorsitzender Charles Michel waren im April zu Gesprächen in Ankara.

Menschenrechtsaktivisten hatten den Besuch infolge des Streits der Türkei über das Istanbuler Frauenschutzabkommen scharf verurteilt. Das Land nutzt die Urteile des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EMRK) nicht, um einen pro-kurdischen Selahattin Demirtas-Politiker und Kulturaktivisten Osman Kavala freizulassen. Als Mitglied des Europarates ist die Türkei wirklich an EMRK-Urteile gebunden.

Auf die Frage nach dem Stand der Menschenrechte im Land antwortete Maas nur kurz. Es gibt „Repräsentationsfälle“, die nicht öffentlich bekannt gegeben werden. Es handelt sich um deutsche Staatsangehörige, die unter anderem wegen Unterstützung des Terrorismus in der Türkei inhaftiert sind. Darüber hinaus wurden die Urteile der EMRK erörtert.

Die Opposition kritisierte die Erklärungen des Außenministers zu Menschenrechtsfragen. Der FDP-Außenpolitiker Bijan Djir-Sarai sagte, Maas habe „die Gelegenheit ruiniert, auf die Missstände in der Türkei und das Fehlverhalten von Ankara hinzuweisen“.

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