Mehrere Bundesländer kündigen Öffnung für Touristen an

Mehrere Bundesländer kündigen Öffnung für Touristen an

Was wird dieses Jahr mit den Ferien passieren? Viele Menschen sind angesichts der Koronapandemie darüber besorgt. Es gibt einen einfachen Grund zur Hoffnung – zumindest für einen Hausurlaub.

In Regionen mit geringer Koronainfektion sollten bald wieder Ferien in Bayern möglich sein.

Berlin (dpa) – Angesichts sinkender neuer Koronainfektionsraten haben mehrere Bundesländer eine vorsichtige Öffnung für Touristen angekündigt. In Bayern sollten beispielsweise ab dem 21. Mai Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze in Stadtteilen mit einer stabilen siebentägigen Inzidenz von weniger als 100 eröffnet werden dürfen.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erwartet für Juni / Juli innerhalb von sieben Tagen weniger als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. “Wenn wir dann vorsichtig mit Eröffnungen vorgehen, steht einem Sommerurlaub nichts mehr im Wege, wenn auch unter bestimmten Bedingungen”, sagte Lauterbach von der “Passauer Neue Presse”.

Das rheinland-pfälzische Kabinett will sich am Freitag mit den Eröffnungsschritten befassen. Es geht um den kontaktarmen Urlaub während der Pfingstferien, zum Beispiel in einer Ferienwohnung oder auf einem Campingplatz mit eigener Sanitäranlage, sagte Ministerpräsident Malu Dreyer (SPD) der Deutschen Presseagentur. “Wir werden den Infektionsprozess weiterhin genau überwachen und entscheiden, ob weitere Eröffnungen in den Bereichen Einzelhandel, Catering, Hotel und Kultur, insbesondere in Regionen mit geringen Inzidenzen, gerechtfertigt sind.”

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In Mecklenburg-Vorpommern können voll geimpfte Tagesausflügler und Zweitwohnungsbesitzer aus anderen Bundesländern wieder einreisen. Niedersachsen hat auch bereits angekündigt, unter bestimmten Bedingungen Handel, Gastronomie und Tourismus in Regionen mit niedrigen Infektionsraten zu eröffnen. Der Tourismus werde zunächst nur für voraussichtlich drei Wochen für niedersächsische Einwohner geöffnet sein, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD). Berlins Oberbürgermeister Michael Müller (SPD), derzeit Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz, forderte eine landesweite Einigung über Urlaubsmöglichkeiten in den Sommerferien.

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Auch in der Frage der Entspannung für geimpfte und genesende Menschen waren die Bundesländer führend. Aber ab diesem Wochenende könnte es einheitlichere Regeln geben: Die schwarz-rote Bundesregierung hat eine entsprechende Verordnung verabschiedet, die den Weg für eine schnelle Entscheidung im Bundestag und im Bundesrat frei macht. “In Zukunft werden geimpfte und geborgene Menschen keine Kontakt- und Ausreisebeschränkungen mehr haben”, kündigte Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) an. Im ZDF-Journal „heute“ erklärte der Abteilungsleiter, dass bei sinkenden Inzidenzzahlen auch weitere Schritte möglich wären. Gleichzeitig bekräftigte sie, dass es keine Impfpflicht geben werde. “Es gibt Leute, die das nicht wollen, es gibt auch Leute, die nicht geimpft werden können.”

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Der Vizepräsident der FDP-Fraktion, Christian Dürr, forderte eine umfassende Entspannung nicht nur für die Geimpften, sondern auch für Menschen mit einem negativen Koronatest. Kinder und schwangere Frauen haben in naher Zukunft keine Aussicht auf eine Impfung, sagte er der deutschen Presseagentur. “Wenn nur geimpfte Menschen ihre Freiheiten zurückerhalten, können Familien mit kleineren Kindern im Sommer möglicherweise nicht in den Urlaub fahren.” Besonders diejenigen, die seit Monaten Solidarität mit älteren Menschen zeigen, sollten jetzt nicht benachteiligt werden. Daher sollten diejenigen, die getestet wurden, mit denen gleichgesetzt werden, die geimpft wurden. Die geplante Bundesverordnung sah jedoch zunächst nicht vor, dass Hotels und Ferienwohnungen nur für geimpfte Personen geöffnet werden dürfen.

Nach Angaben vom Dienstag erhielten 28,7 Prozent der Menschen in Deutschland mindestens eine Koronaimpfung. Bisher haben gut acht Prozent der Bevölkerung einen vollständigen Impfschutz erhalten. In den Bundesländern ist die Infektionssituation ganz anders: Das RKI gab am Dienstag die siebentägige Inzidenz in Schleswig-Holstein mit 57 an. Auch Hamburg und Niedersachsen lagen als Bundesländer unter der 100er-Marke. Thüringen (217) und Sachsen (204) lagen über 200. Die landesweite siebentägige Inzidenz lag zuletzt bei 141,4 und damit deutlich unter der von vor einer Woche (167,6).

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