Schlagabtausch bei „Anne Will“: Klimaaktivistin Neubauer geht auf Armin Laschet los

Schlagabtausch bei "Anne Will": Klimaaktivistin Neubauer geht auf Armin Laschet los

Die Klimaaktivistin Luisa Neubauer kritisierte den CDM-Kanzlerkandidaten Armin Laschet scharf, nicht nur in Umweltfragen. (Bild: ARD / NDR)

Armin Laschet hat bisher wenig gespart. Der in den Umfragen kranke CDU-Kanzlerkandidat sollte am Sonntag seine Agenda für „Anne Will“ erläutern. Die Gastgeberin hatte jedoch einen energischen Gegner an seine Seite gestellt: die Klimaaktivistin Luisa Neubauer.

Der Kampf um die Kanzlei in Deutschland gewinnt an Fahrt: „Kann die Gewerkschaft noch eine Kanzlei haben?“, Wollte Anne Will am Sonntagabend in ihrer gleichnamigen ARD-Talkshow wissen. Der 55-Jährige diskutierte dieses Thema mit CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet. Wie die grüne Spitzenkandidatin Annalena Baerbock vor einigen Wochen hatte die NRW-Premierministerin ursprünglich das Privileg, ein Einzelgespräch zu führen, bevor der Gastgeber die Runde für andere Konversationsteilnehmer eröffnete.

Die Politikwissenschaftlerin Professor Ursula Münch und der „Zeit“ -Journalist Martin Machoweczder nahmen im Halbkreis Platz. Der schlimmste Gegner des CDU-Führers saß auf seiner rechten Seite: „Freitags für die Zukunft“ -Aktivistin Luisa Neubauer schoss während des Programms mehrmals auf den Mann, der die Union an der Macht halten soll, aber bei Ermittlungen weit unter dem Ziel liegt.

Armin Laschet (CDU) musste sich mehr als einmal verteidigen. Zu den Angriffspunkten gehörten die Kandidatur von Hans-Georg Maassen und die Klimapolitik der Bundesregierung. (Bild: ARD-Screenshot)

Zuerst war der Fall Hans-Georg Maaßen. Der frühere Präsident des Amtes für den Schutz der Verfassung kandidiert für ein Bundesmandat der Union in Thüringen. Eine Entscheidung, die nicht nur über die Grenzen der Partei hinaus kritisiert wird. Warum hat Laschet nicht gegen die Nominierung des rechten Flügels vorgegangen? Der Parteiführer reagierte zunächst ausweichend: „Im Osten wird besonders geschätzt, dass Politiker ihre Versprechen halten“. Sie müssen den Osten kennen, fuhr er fort.

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Eine Abgrenzung nach rechts, zumindest rhetorisch, war er nicht schuldig: „Jeder will seine Zähne zusammenbeißen, wenn es um das Thema AfD geht. Sie werden nicht angesprochen, nicht angesprochen, nicht mit ihnen zusammengearbeitet und nicht gebildet.“ Andererseits konnte er gegen eine Kandidatur von Maassen nichts als Amt tun: „Welche Person wo nominiert ist, ist in unserem Wahlsystem klar geregelt“, erklärte er. Bestenfalls konnte er die Regeln erklären, nach denen die CDU arbeitete. Maassen hat diese Regeln verstanden und wird sie befolgen, sagt Laschet.

Antisemitismus ist „nicht akzeptabel“

Antisemitismus ist "nicht akzeptabel"

Für Luisa Neubauer war es eindeutig nicht genug: „Sie legitimieren rassistische, antisemitische, identitätsbezogene und ansonsten auch wissenschaftlich leugnende Inhalte, die von Hans Georg Maaßen verkörpert werden“, griff sie die Person an, die neben ihr saß. Laschet sah erstaunt aus. Was Maaßen betrifft, gibt es einige Positionen, die er nicht teilt, machte der Gewerkschaftspolitiker klar. Antisemitismus ist jedoch „inakzeptabel“ und führt zum Ausschluss aus der Partei: „Es gibt nichts, wo ich so streng werde wie beim Antisemitismus“. Er hat jedoch keine Beweise in Bezug auf Messungen. Insbesondere beschuldigte Neubauer Maaßen, den Inhalt antisemitischer Blogs verbreitet zu haben. To see also : Mann klagt sich seit 20 Jahren zu kostenlosem Wohnen. Laschet bat Neubauer zu beweisen, dass Maaßen ein Antisemit war. „Wenn er es ist, werde ich handeln, ich kenne die Texte nicht.“ Zumindest ist es nicht mehr passiert.

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Am Ende ging es um Umweltschutz, und wie erwartet konnte der Klimaaktivist Neubauer nicht aufgehalten werden: Deutschland und die CDU hatten jahrzehntelang ökologische Krisen verursacht und diese nicht abgewendet, kritisierte der 25-Jährige. Selbst die neuen Klimaziele, die nach der jüngsten Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts festgelegt wurden, reichen nicht aus, um das Pariser Abkommen zu erfüllen.

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Die Klimaaktivistin Luisa Neubauer kritisierte die Klimapolitik der Regierung: „Selbst jetzt werden nur Klimaziele dem Pariser Abkommen nicht gerecht.“ (Bild: ARD-Screenshot)

Laschet antwortete, dass die Ziele des Pariser Abkommens umgesetzt würden: Bis 2050 würden Netto-Null-Emissionen erreicht. Für Neubauer geht es aber nicht weit genug: „Das Ziel bis 2050 gilt nur global und nicht für Deutschland“, erklärte sie. Als reiche Industrienation muss Deutschland seine Ziele bis 2030 oder 2035 erreichen. „Wir müssen endlich über Emissionsbudgets sprechen“, forderte sie.

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„Ich möchte Deutschland zu einem klimaneutralen Industrieland machen“, forderte Laschet die Vermeidung des Klimaschutzes auf Kosten der Wirtschaft. Schließlich wäre das Weltklima von geringem Nutzen, wenn die Stahlindustrie in ein anderes Land abwandern und dort unter schlechteren Bedingungen produzieren würde. See the article : Quartalszahlen: Disney macht weiter Verlust – Streaming-Geschäft überzeugt aber. „Wooow“, rief Neubauer sarkastisch aus. „Sie hätten in den letzten 15 Jahren jede Gelegenheit gehabt, ein Umfeld zu schaffen.“

Die Runde zu „Anne Will“ (von links): Klimaaktivistin Luisa Neubauer, CDU-Kanzlerkandidatin Armin Laschet, Moderatorin Anne Will, Politikwissenschaftlerin Prof. Ursula Münch und „Zeit“ -Journalist Martin Machowecz. (Bild: ARD-Screenshot)

Stattdessen wurde laut Neubauer die Phaseneinstellung der Kohle verzögert und Milliarden in die Industrie geworfen. Laschet wollte diesen Vorwurf nicht akzeptieren: In seinem Heimatstaat Nordrhein-Westfalen hatten sich die Grünen schließlich gegen einen Ausstieg aus der Kohle ausgesprochen, weil sie es vorzogen, stattdessen aus der Atomkraft auszusteigen. Deutschland setzt jetzt beides gleichzeitig um – im Gegensatz zu vielen anderen Nationen.

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